Beim Parlamentarischen Abend der MVV Energiedienstlleistungen GmbH saßen auf dem Podium (von links): Alfonso Gonzalez Finat, Europäische Kommission, Dr. Werner Dub, Vorstandsmitglied MVV Energie, Michael Scheerer, Handelsblatt, Galina Tosheva, stv. bulgarische Energieministerin, Agrarminister Peter Hauk MdL und Michael Lowak, Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH.

Chancen der Beitrittsländer bei Fernwärme und erneuerbaren Energien nutzen

Parlamentarischer Abend der MVV Energiedienstleistungen GmbH mit und bei der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel

Seit diesem Jahr gehören Bulgarien und Rumänien zur Europäischen Union. Welche Chancen haben Fernwärme und erneuerbare Energien in diesen Ländern? Welche Herausforderungen haben sie zu meistern? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends der MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim, und der Landesvertretung Baden-Württemberg, der am Montag, 5. Februar 2007, in Brüssel stattfand.

Rund 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten in der Landesvertretung die Chancen und Herausforderungen für Zentral- und Osteuropa bei der Energieversorgung, darunter Alfonso Gonzalez Finat, Direktor für neue und erneuerbare Energiequellen, Energieeffizienz und Innovation, Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission, Galina Tosheva, stellvertretende Ministerin für Energie und Wirtschaft, Bulgarien, Peter Hauk MdL, Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, Eyke Peveling, stellvertretender Leiter der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU, Dr. Werner Dub, Vizepräsident Euroheat & Power und Mitglied des Vorstands der MVV Energie AG, und Michael Lowak, Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH.

"Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentrales Ziel der EU zur Sicherung der Energieversorgung und als Maßnahme für den Klimaschutz. Biomasse als Alleskönner, aus der Wärme, Strom und Treibstoffe hergestellt werden können, muss im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen. Europaweit soll der Anteil der Bioenergie von heute rund 3,5 Prozent auf 9 Prozent des Primärenergieverbrauchs gesteigert werden, dies gelingt nur durch die konsequente Nutzung der vorhandenen Potenziale in effizienten Anlagen", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL.

"Die Nutzung und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist auch ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der osteuropäischen Mitgliedsstaaten. Baden- Württemberg möchte hierzu einen Beitrag leisten. Mit dem Aufbau einer Bioenergieforschungsplattform gemeinsam mit der Universität Hohenheim steht das Thema der biogenen Gase im Mittelpunkt unserer aktuellen Forschungsarbeiten.

Durch das bestehende Osteuropazentrum an der Universität ist eine hervorragende Ausgangssituation gegeben, um diese Ergebnisse in einen intensiven Dialog mit den Ländern in Osteuropa einzubringen. Ein erster Schritt wird die Durchführung einer internationalen Biogastagung in Stuttgart im September 2007 sein", ergänzte Hauk.

"Effizientere Fernwärmeverteilungs- und Erzeugungssysteme könnten in Zentral- und Osteuropa Primärenergie im Umfang von rund 80 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr einsparen", berichtete Dr. Werner Dub, Vizepräsident von Euroheat & Power und Mitglied des Vorstands der MVV Energie AG. Die dadurch vermiedenen CO2 -Emissionen von 400 Millionen Tonnen pro Jahr entsprechen dem gesamten CO2 - Ausstoß der Benelux-Staaten. MVV Energie ist einer der führenden Fernwärmeversorger in Europa. Im vergangenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen in Deutschland, Polen und Tschechien sechs Milliarden Kilowattstunden Wärme abgesetzt und damit rund 400.000 Kunden versorgt.

MVV Consulting GmbH berät das bulgarische Energieministerium bei der Nutzung erneuerbarer Energien

"Mit dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens zur Europäischen Union verbinden sich für uns viele Chancen", betonte Michael Lowak, Geschäftsführer der MVV Energiedienstleistungen GmbH. Er ist davon überzeugt, dass diese Länder sehr schnell gegenüber der restlichen Europäischen Union aufholen werden. An diesem Prozess will sich die Consulting Gruppe des Unternehmens beteiligen, die mit 140 Mitarbeitern in rund 50 Ländern Beratungsprojekte für internationale Entwicklungs- und Geberorganisationen durchführt.

So unterstützt beispielsweise die MVV Consulting GmbH, ein Tochterunternehmen der MVV Energiedienstleistungen GmbH, fünf rumänische Landkreise dabei, ihre Infrastruktur für Trink- und Abwasser zu modernisieren. Darüber hinaus hat die Gesellschaft, die seit mehr als zehn Jahren eine eigene Niederlassung in Brüssel unterhält, das Fernwärme- und Stromversorgungsunternehmen CET Govora in Ramnicu Valcea beraten. Für das bulgarische Energieministerium identifizieren die Consultants derzeit im Rahmen eines EU-Projektes Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern und dabei verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen. Hierbei setzen sie vor allem auf Fernwärme sowie Kraft-Wärme-Kopplung und bereiten auch die Umsetzung dieser Projekte vor.

Brüssel, 5. Februar 2007

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressesprecherin Kerstin Westrup gerne zur Verfügung: Tel.: +49 621 290-3485, k.westrup@mvv.de

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