Sachsenhalle und Grundschule Großsachsen heizen künftig umweltfreundlich mit Biomasse
MVV Energiedienstleistungen GmbH und Bürgermeister Werner Oeldorf nehmen Holzhackschnitzel-Anlage in Betrieb
Die Sachsenhalle und die Grundschule in Hirschberg- Großsachsen heizen künftig umweltfreundlich mit Biomasse. Hirschbergs Bürgermeister Werner Oeldorf hat die Holzhackschnitzel-Anlage am heutigen Donnerstag, 14. September, gemeinsam mit Michael Blichmann, Prokurist der MVV Energiedienstleistungen GmbH, und Dr. Klaus Keßler von der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg- Nachbargemeinden (KliBA) in Betrieb genommen. Die MVV Energiedienstleistungen GmbH hat rund 200.000 Euro in die Holzhackschnitzel-Anlage investiert. 57.000 Euro davon nimmt die Gemeinde Hirschberg in die Hand, um die Heizungstechnik der Grundschule zu sanieren.
Das Tochterunternehmen von MVV Energie, Mannheim, betreibt die Holzhackschnitzelanlage 15 Jahre lang und ist auch für Wartung und Instandhaltung verantwortlich.
Danach geht die Anlage in den Besitz der Gemeinde über. Wenn es besonders kalt werden sollte, sorgt zusätzlich eine Gas-Niedertemperaturheizung für wohlige Wärme. Eine Solarthermieanlage auf dem Dach der Sachsenhalle erzeugt umweltschonend Warmwasser.
"Wir als Gemeinde überlassen Bau und Betrieb der Heizungsanlagen gerne den Profis", zeigte sich Bürgermeister Werner Oeldorf überzeugt vom Contractingmodell des Dienstleisters. "So ist die Versorgung gesichert, wir können uns voll und ganz auf unser Kerngeschäft konzentrieren und beziehen lediglich Wärme", ergänzte er. Dr. Klaus Keßler von der KliBA lobte die Umweltverträglichkeit des Wärmeversorgungskonzepts: "Die Holzhackschnitzel- Anlage produziert pro Jahr 161 Tonnen Kohlendioxid weniger als die technisch veralteten Heizungen aus den 70er Jahren. Somit profitiert auch die Umwelt von dem Umbau der Wärmeversorgungen." Die Grundschule heizte bisher elektrisch, die Sachsenhalle mit Heizöl.
Die MVV Energiedienstleistungen GmbH hat bereits zahlreiche ökologische Nahwärmeprojekte im ganzen Bundesgebiet erfolgreich durchgeführt. So setzt das Unternehmen unter anderem bereits in Hemsbach, im Schriesheimer Kanzelbachtal, in Münzesheim, in Bad Endorf und in Ruhpolding auf Holz als umweltfreundlichen und klimaschonenden Brennstoff.
Hirschberg-Großsachsen, 14. September 2006
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